Der Weg in die Zukunft

Unsere Arbeit und Projekte

Wir investieren in innovative Bewohner von Mballam, sich mittels Landwirtschaft eine mögliche Alternative zu Jagen und Sammeln aufzubauen.

Wir investieren in die innovativen Bewohner von Mballam, um ihnen die Möglichkeit zu geben, durch Landwirtschaft eine sinnvolle Ergänzung zu ihrem traditionellen Jagen und Sammeln aufzubauen. Dabei bleibt ihre kulturelle Identität als Jäger und Sammler bewahrt, während sie neue Wege erkunden, um ihre Lebensgrundlage zu sichern. 

Wir schaffen Anreize, die das Interesse an Bildung fördern, um den Dorfbewohnern den Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen und ihnen langfristig mehr Chancen in einer sich wandelnden Welt zu eröffnen. 

Durch die Bereitstellung von Kapital und Wissen unterstützen wir die Gemeinschaft dabei, den Übergang zur Landwirtschaft nach ihren eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen zu gestalten. So bleibt ihre traditionelle Lebensweise gewahrt, während sie gleichzeitig neue wirtschaftliche Möglichkeiten erschliessen.

Bildung

Landwirtschaft

Selbstorganisation

Bildung

Bildung als Chance für die nächste Generation

Ohne Schulabschluss ist es zusätzlich schwierig aus dem Kreislauf der Armut auszubrechen.

Unser Projekt soll die Motivation fördern und die Bedingungen für Kinder der Baka-Gemeinschaft erleichtern, einen Schulabschluss zu erlangen.

Eltern ohne Schulbildung, Mangelnde Infrastruktur, Diskriminierung, geographische, finanzielle und kulturelle Barrieren führen dazu, dass die wenigsten Kinder der Baka einen Schulabschluss schaffen.

Mit den limitierten Ressourcen setzt sich Baka Libuna dafür ein, dass die Hürden tiefer werden und die talentiertesten eine Möglichkeit erhalten, einen Schulabschluss zu erlangen.

Wir glauben, dass Bildung den Kindern der Baka dabei helfen kann, ihre Chancen auf ein erfolgreiches und erfülltes Leben zu verbessern und ihre Gemeinschaft zu stärken.

Es ist eine Investition in die nächsten Generationen. 

Landwirtschaft

Landwirtschaft

Landwirtschaft als alternative Lebensform
Um als Ethnie zu überleben, sind die Baka als traditionelles Jäger- und Sammlervolk gezwungen, ihre Lebensform anzupassen.

Der Umzug aus dem Wald an den Strassenrand hat die Baka vor enorme Herausforderungen gestellt. Jagen, Sammeln und Fischen werden zunehmend schwieriger, und sie sind in einem ausbeuterischen Abhängigkeitsverhältnis zu den benach­barten Bauern gefangen. Die rudimentäre Land­wirtschaft für den Eigenbedarf reicht nicht aus, um ihre Lebensgrundlage zu sichern.

Auch die Baka sind von den drei Produktionsfaktoren – Land, Arbeit und Kapital – abhängig. Besonders das fehlende Kapital hindert sie daran, sich eigenständig weiterzu­entwickeln. Sie leben von der Hand in den Mund und haben keine finanziellen Rücklagen, um Investitionen zu tätigen, die ihre Situation nachhaltig verbessern könnten. Sie stehen vor der Herausforderung, aus diesem Teufelskreis auszubrechen.

Alternative zur Abhängigkeit: Unterstützung nach eigenem Bedarf

Unser Ansatz ist es, den Baka keine vorgefertigten Lösungen zu oktroyieren, sondern ihnen Wahlmöglichkeiten zu bieten. Sie sollen selbst entscheiden können, wie sie ihre Zukunft gestalten möchten. Für diejenigen, die in der Landwirtschaft eine Chance sehen, stellen wir Werkzeuge, Pflanzen und Beratung durch landwirtschaftliche Experten zur Verfügung. Diese Unterstützung hilft ihnen, eigene Felder anzulegen und mit den Erträgen nicht nur ihre Ernährung zu sichern, sondern auch allmählich aus der Abhängigkeit von den benachbarten Bauern zu entkommen.

Dabei ist es nicht unser Ziel, dass die Baka zwangsläufig zu Landwirten werden. Vielmehr bieten wir ihnen Alternativen, die es ihnen ermöglichen, selbst zu bestimmen, welchen Stellenwert die Landwirtschaft in ihrem Leben einnehmen soll, ohne dabei ihre Identität als Jäger und Sammler aufzugeben. Wir respektieren und unterstützen diese individuellen Entscheidungen.

Langfristige Perspektiven

Die Verbesserung ihres sozio-ökonomischen Status hat entscheidende Auswirkungen auf Gesundheit, Bildung und Selbstachtung der Baka. Die Anpassung ihrer Lebensform muss bei den Baka beschleunigt erfolgen, um ihr Überleben in einer sich wandelnden Umwelt zu sichern. Dabei ist es wichtig, dass sie bei diesem Wandel ihre Traditionen und ihre Verbindung zum Wald bewahren können.

Mit einer Landwirtschaft, die über die reine Selbstversorgung hinausgeht, können die Baka nicht nur ihre Ernährungs­sicherheit stärken, sondern auch bescheidenen Wohlstand schaffen, der ihre Lebensqualität in vielen Bereichen, insbesondere Gesundheit und Bildung, verbessert. Darüber hinaus können sie sich so aus der Abhängigkeit von den ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen befreien, die sie als Tagelöhner bei benachbarten Bauern halten – ein Ziel, das die Baka selbst als besonders wichtig erachten.

Dieser Ansatz bietet den Baka die Möglichkeit, selbst­bestimmt auf die Herausforderungen ihrer Umwelt zu reagieren und ihre Zukunft aktiv mitzugestalten, ohne ihre kulturellen Wurzeln aufzugeben.

Selbst­organisation

Selbstorganisation

Den eigenen Weg finden als Garant für Nachhaltigkeit

Ursprünglich lebten die Baka in kleinen Gruppen im Wald und die Zusammenarbeit über die Grenzen der Familie hinaus war auf ganz spezielle rituelle Anlässe beschränkt.

Um den Herausforderungen der modernen Welt zu begegnen, haben sich einige von ihnen zu einem Verein zusammen­geschlossen, dem heute etwa ein Viertel der Erwachsenen von Mballam angehört.

In diesem Verein können die Baka die aktuellen Heraus­forderungen besprechen und neue Formen der Zusammenarbeit und des Zusammenlebens entwickeln.

Wir unterstützen diese Initiative und bemühen uns, unseren Einfluss möglichst gering zu halten. Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass die entwickelten Ansätze den Bedürfnissen der Baka entsprechen und nicht nur auf Anweisungen von Geldgebern oder externen Experten basieren. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Verein nach Abschluss des Projekts von seinen Mitgliedern weitergetragen wird.

Eine Investition, um sicherzustellen, dass die Selbst­organisation auch nach Projekt­abschluss fortbesteht.

Die Frauen, welche im Wald eine gewichtige Stimme hatten, werden in der Organisation im Dorf integriert.

«Wir Frauen haben auch eine Stimme»